Kategorie: Heide (Erica)

 

Eriken gehören zur großen Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und bieten eine beeindruckende Vielfalt an Arten und Sorten, die sich sowohl in ihrer Herkunft als auch in Blütezeit, Wuchsform und Standortansprüchen unterscheiden. Sie sind beliebte Zierpflanzen für Gärten, Balkone und Landschaftsgestaltungen – nicht nur wegen ihrer attraktiven Blüten, sondern auch aufgrund ihrer vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und ihres oft ganzjährigen Zierwerts.

Eine der bekanntesten Arten ist die Schneeheide (Erica carnea), die in unseren Breiten besonders beliebt ist. Sie blüht bereits sehr früh im Jahr – oft schon ab Januar oder Februar – und bringt somit Farbe in die ansonsten noch winterlich kahle Gartenszene. Ihre robusten Eigenschaften, der niedrige Wuchs und die gute Winterhärte machen sie ideal für Steingärten, Heidebeete oder als Bodendecker.

Die Baumheide (Erica arborea) hingegen stammt aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika und kann im Vergleich zu anderen Eriken deutlich größer werden. In ihrer Heimat wächst sie sogar baumartig und erreicht dort mehrere Meter Höhe. In Mitteleuropa wird sie vor allem als attraktive Kübelpflanze geschätzt.

Besonders auffällig und exotisch wirken Sorten der Afrikanischen Heide (z. B. Erica verticillata) Sie stammen aus den Höhenlagen Südafrikas und zeichnen sich durch ihre filigranen Triebe sowie die zahlreichen, meist röhrenförmigen Blüten aus, die je nach Sorte in Rosa, Pink, Weiß oder Violett erscheinen. Diese Arten sind in der Regel nicht winterhart und benötigen einen geschützten Standort oder eine Überwinterung im Haus. 

Eine eher unbekanntere, aber durchaus interessante Vertreterin ist die Siebenbürgenheide (Erica spiculifolia). Sie stammt aus dem Karpatenraum und ist vor allem wegen ihrer Anpassungsfähigkeit und ihres zarten Erscheinungsbilds geschätzt. Sie blüht im Sommer und bevorzugt wie viele andere Eriken einen sonnigen Standort und saure, durchlässige Böden.

Allen Erikensorten gemeinsam ist ihre Vorliebe für sonnige bis halbschattige Standorte und leicht saure, nährstoffarme Böden. Sie eignen sich hervorragend für die Pflanzung in Heidegärten, in Kombination mit anderen Moorbeetpflanzen oder als strukturgebende Elemente in naturnahen Pflanzungen. Ob niedrig wachsend oder aufrecht, zart oder auffällig blühend – Eriken bringen zu unterschiedlichen Jahreszeiten Farbe und Struktur in den Garten und bieten durch ihre Blüten zudem eine wertvolle Nahrungsquelle für frühe oder späte Insekten.

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